Es ist immer schwer, an die schrecklichen Kriegsjahre zu erinnern, die der Stadt Hamburg und ihren Menschen großes Leid brachten. Der Zweite Weltkrieg und das NS-Regime führten zur Zerstörung der schönen Stadt und zum Tod vieler Menschen. Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele Menschen in diesen Jahren ums Leben kamen. Es waren sowohl Soldaten als auch KZ-Häftlinge und Zivilisten. Mehr auf hamburgyes.eu.
Militärische Aktionen
Die schärfste und blutigste Periode im Leben der Metropole war die Zeit des Nationalsozialismus. Alles begann 1933, als Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde. Das Parlament wurde stillgelegt, die Verfassung aufgehoben, und die Macht lag ausschließlich bei Hitler. Zunächst befanden sich die Bürger der Stadt in Euphorie und glaubten an eine strahlende Zukunft. Die Menschen wurden von der NS-Propaganda beeinflusst, sie verehrten Hitler und schickten ihre Kinder in die Hitlerjugend.
In der Stadt wurden Einschränkungen für den öffentlichen Verkehr eingeführt, eine Ausgangssperre verhängt, die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern reguliert und Unternehmen auf Kriegswirtschaft umgestellt. Frauen wurden zunehmend für schwere Arbeiten herangezogen, da Männer an die Front geschickt wurden.
Die schrecklichste Zeit war die Periode der Luftangriffe auf die Stadt. Der erste Angriff auf Hamburg fand am 17.-18. Mai 1940 statt, bei dem 34 Menschen starben. In den folgenden Jahren nahm die Häufigkeit der Luftangriffe ab, doch ihr Ausmaß wurde größer. Im Juli/August 1943 kamen durch Bombardierungen 1.431 Menschen ums Leben, 4.657 wurden verletzt, und 24.375 Menschen wurden obdachlos. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Bürger der Stadt 470 Stunden in Luftschutzbunkern verbracht. Insgesamt starben oder wurden während der gesamten Bombardierungsperiode zwischen 40.000 und 100.000 Menschen schwer verletzt.
Bomben gegen die Bevölkerung
Der Krieg richtete der Stadt enorme finanzielle Schäden an. Viele Gebäude, der Hafen, 300 Kilometer Hafenbahnschienen und 800 Kräne wurden zerstört, ebenso wie Schulen und kritische Infrastrukturen. Es ist erwähnenswert, dass zum Schutz der Zivilbevölkerung zunächst nichts unternommen wurde, da die Regierung keine Gefahr aus der Luft erwartete. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels wurden keine Keller gebaut, und es gab nur wenige Luftschutzbunker.
Die massiven Bombardierungen führten zu verheerenden Bränden, bei denen Menschen unter der Erde an Erstickung starben. Feuerstürme schmolzen den Asphalt, und diese kochende Masse entzog der Umgebung den gesamten Sauerstoff. Durch die Verbrennung entstand hochgiftiges Kohlenmonoxid, das schwerer als Luft war und sich am Boden ausbreitete.

Während der Angriffe setzten die Briten auch Phosphorbomben ein. Diese durchschlugen Wohngebäude vom Dach bis zum Keller. Das Schrecklichste war, dass Phosphorfeuer nicht mit Wasser gelöscht werden konnte, wodurch die Wirkung der Bomben verheerend war. Diese schrecklichen Nächte wurden von der Geschichte verewigt – die Bevölkerung der Stadt musste schwere Prüfungen aufgrund der Politik des NS-Regimes ertragen.
Kriegsende
Die letzte große Bombardierung Hamburgs fand am 14. April 1945 statt, und am 3. Mai kapitulierte die Stadt. Die Bevölkerung und die Anhänger des NS-Regimes sahen mit eigenen Augen die verheerenden Folgen von Hitlers Politik. Dies veränderte die Einstellung der Deutschen zum Krieg. Eine Woche nach der Kapitulation kontrollierten die Briten alle Lebensbereiche. Am 13. Oktober 1946 fanden die ersten freien Wahlen nach dem Zweiten Weltkrieg statt.
Die führende politische Kraft der Jahre 1953-1957 war der „Hamburger Block“ unter der Leitung von Max Brauer, Herbert Weichmann und Paul Nevermann. Sie begannen, die Stadt effizient zu verwalten und mit dem schnellen Wiederaufbau. Der Wiederaufbau wurde jedoch im Februar 1962 durch eine Flutkatastrophe unterbrochen. In den folgenden Jahren wuchs und erholte sich die Stadt rasch. Der Hafen wurde zum größten Warenumschlagszentrum, und viele Menschen fanden dort Arbeit. Die Stadt begann sich zu erholen, und zahlreiche Gebäude sowie sogar Wolkenkratzer wurden errichtet.
Heute ist Hamburg eine schöne Stadt, die mit ihrer Architektur beeindruckt. Natürlich ist ihre Geschichte komplex und die Vergangenheit erschreckend. Die Lehren wurden jedoch gezogen, und die weitere Politik des Landes wurde so gestaltet, dass es nie wieder Krieg geben sollte.