Der Krieg war eine der schlimmsten Tragödien des 20. Jahrhunderts, die das Gesicht Europas völlig veränderte. Der Krieg forderte weltweit zwischen 60 und 70 Millionen Menschenleben. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland ging die Macht an Hitler über. Das Parlament wurde aufgelöst, und die Verfassung verlor ihre Gültigkeit. Alle Kräfte der Nationalsozialisten wurden an die Front geschickt. Während des Zweiten Weltkriegs hatte fast jede Familie einen mobilisierten Mann. Hamburg war keine Ausnahme. Mehr auf hamburgyes.eu.
Der Beginn der schrecklichen Geschichte
Die nationalsozialistische Regierung führte zur militärischen Mobilisierung. Viele Menschen befanden sich zunächst in einer Euphorie über die neue Herrschaft und unterstützten aktiv die politischen Veränderungen. Im Jahr 1935 war jeder 26. Einwohner Hamburgs Mitglied der NSDAP.
Die Hamburger wurden zunächst stark von der Propaganda der Nationalsozialisten beeinflusst. Sie begrüßten Hitler begeistert und schickten ihre Kinder in die Hitlerjugend. Vielleicht taten es einige aus Angst vor Bestrafung im Falle einer Weigerung, doch die Mehrheit freute sich über die neue Ideologie.
Viele junge Männer aus der Stadt gingen zunächst freiwillig in den Krieg. Das Bildungssystem wurde so umstrukturiert, dass die Jugend, insbesondere die Studenten, in die Industriearbeit integriert wurde. Die gesamte Entwicklung war darauf ausgerichtet, die Jugendlichen für die wirtschaftlichen und politischen Ziele des nationalsozialistischen Staates „nützlich“ zu machen. Es wurden Bedingungen geschaffen, um eine spätere Einberufung in die Armee und den Kriegseinsatz zu erleichtern. Viele Männer wurden unabhängig von ihrem Willen zum Militärdienst gezwungen.
Die deutsche Bevölkerung sollte für einen langen Krieg mobilisiert werden. Unter dem Eindruck der Blitzkriegsiege der Wehrmacht über Frankreich und Polen glaubten die Menschen noch stärker an die Propaganda der Nationalsozialisten, die einen schnellen Sieg über die Sowjetunion versprachen.
Als die Soldaten im Winter 1941-1942 nicht mit dem versprochenen Sieg zurückkehrten, musste die Regierung erklären, warum der Krieg andauerte. Zudem mussten die Deutschen, insbesondere die Hamburger, zur Teilnahme an der Wehrmacht, zur Arbeit für militärische Zwecke und zur Spende von Winterkleidung für Soldaten motiviert werden.
Die Mobilisierung
Die Mobilisierungskampagnen erfolgten in mehreren Phasen. Die erste begann nach dem Fehlschlag gegen die Sowjetunion in den Jahren 1941-1942, die zweite nach der Niederlage in Stalingrad im Februar 1943 und die dritte nach der Zerstörung der deutschen Rüstungsindustrie durch Bombenangriffe im Frühjahr 1944.
Die Hamburger verstanden bereits in der Mitte des Krieges, dass ein glorreicher Sieg möglicherweise nicht erreicht werden konnte und dass jeder Mann letztendlich an die Front gehen musste.
Der Krieg beeinflusste Schüler, Studenten und Lehrer erheblich. Das Bildungssystem war von Anfang an ein Geisel der ideologischen und wirtschaftlichen Kriegsführung, da die Jugend leichter zu mobilisieren war.
Die Lehrer mussten den Glauben an den Sieg stärken, zur nationalen Einheit und Größe aufrufen und zur Teilnahme am Kampf zur „Rettung“ des Landes ermutigen.
Es wurden spezielle militärische Fächer eingeführt sowie körperliche Trainingsprogramme, um die Jungen physisch auf den Fronteinsatz vorzubereiten. Die Studenten trainierten an Simulatoren und führten Märsche über unwegsames Gelände durch. Sie wurden auch darin geschult, Entfernungen auf Karten abzuschätzen.
Männer konnten ab dem 20. Lebensjahr zum Dienst eingezogen werden, doch oft meldete sich die Jugend freiwillig für den Krieg. Für viele war dies eine Möglichkeit, der Schule und der Familie zu entfliehen.
Der Eintritt in die Armee bedeutete für sie den Übergang vom Jugendalter in das Erwachsenenleben.
Viele junge Männer verließen die Schule und meldeten sich als Freiwillige. Während des Dienstes hielten die Soldaten Kontakt mit ihren Familien durch Briefe und schickten Feldpostkarten.

Solche Briefe, in denen sie ihre Kriegserfahrungen schilderten, wurden an Geliebte, an Schulen oder an andere Jugendliche weitergeleitet und dort in Berichten vorgelesen.
Das Ende der Illusionen
Der Zweite Weltkrieg traf jede Familie in Hamburg. Viele Soldaten kehrten nicht zurück, und Frauen mussten die Familie alleine versorgen.
Viele kamen als Kriegsversehrte zurück und benötigten Pflege.
Bereits in der Mitte des Krieges schien die Mobilisierung nicht mehr so glorreich wie zuvor, und die Menschen hörten auf, den Krieg zu romantisieren.
Er brachte nur noch Schmerz, Leid und Tod.