Die Kriegsgeschichte Hamburgs umfasst viele Jahre der Vergangenheit. Betrachtet man den Zweiten Weltkrieg, so war diese Zeit von den schrecklichen Taten des nationalsozialistischen Regimes geprägt. Die NS-Führung entschied sich für die Unterdrückung bestimmter Bevölkerungsgruppen, insbesondere der jüdischen Bevölkerung. Weiter auf hamburgyes.eu.
Das nationalsozialistische Regime begann die systematischen Deportationen am 20. Mai 1940, und bereits im September 1941 kündigte Adolf Hitler persönlich diese Entscheidung an. Nach den Roma und Sinti begann auch die Deportation der jüdischen Bevölkerung. In Hamburg wurden über 1.000 Juden nach Minsk deportiert. Insgesamt wurden aus der Stadt etwa 8.000 Juden, Roma und Sinti verschleppt. Fast alle starben während der Transporte oder wurden später ermordet.
Zwangsumsiedlung
Juden in Deutschland, insbesondere in Hamburg, wurden über lange Zeit unterdrückt, entrechtet und vom NS-Regime verfolgt. Auf Befehl von Heinrich Himmler, dem Reichsführer der SS und Chef der deutschen Polizei, wurden sie zur Zwangsarbeit eingesetzt, und ihr Eigentum wurde beschlagnahmt. Zunächst wurden in Hamburg Sinti und Roma verhaftet. Sie wurden mit Bussen und Lastwagen zum Hamburger Hafen gebracht und in Lagerhallen untergebracht. Dort wurden sie registriert, ihre Dokumente wurden eingezogen, und anschließend wurden sie zum Bahnhof Hannover und zum zentralen Güterbahnhof transportiert.
In Hamburg deportierten die Nationalsozialisten 1.034 Juden in das Ghetto von Łódź, Polen. Karl Otto Kaufmann, der nationalsozialistische Gauleiter, unterstützte das Deportationsgesetz. Er verteilte Wohnungen von lokalen Bewohnern und förderte das NS-Regime in jeder Hinsicht. Die Menschen im Ghetto von Łódź lebten in großer Armut und mussten Zwangsarbeit für die Wehrmacht leisten. Später wurden 200.000 Menschen aus diesem Ghetto in den Vernichtungslagern Auschwitz und Chełmno ermordet.
Unterdrückung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung
Am 7. November 1941 erhielten der junge Heinz Rosenberg und seine Schwester Irmgard sowie ihre Familie und Hunderte weitere Menschen Briefe von der Verwaltung mit der Anordnung, ihre Koffer zu packen und sich in der Moorweidenstraße einzufinden. Ihr gesamtes Hab und Gut, ihr Geld und ihre Wertsachen wurden konfisziert. Die Familie Rosenberg wurde nach Minsk deportiert und verbrachte dort viele Jahre in Gefangenschaft. Viele der Deportierten wurden im Mai und September 1943 erschossen oder starben in Lastwagen durch Abgase.

Zu Beginn des Winters 1941 deportierte die nationalsozialistische Führung 753 Juden aus Hamburg, Lüneburg und Lübeck nach Riga. Unter ihnen war auch Joseph Carlebach, der Oberrabbiner Hamburgs, zusammen mit seiner Familie. Er organisierte im Lager heimlich Schulunterricht für Kinder und religiöse Treffen. Im Frühjahr 1942 wurde er zusammen mit seiner Familie im nahegelegenen Wald erschossen.
Bis 1945 deportierten die Nationalsozialisten die jüdische Bevölkerung aus Hamburg weiter und schickten insgesamt 18 Züge in die Ghettos Osteuropas. Die Deportationen fanden vor den Augen der Stadtbewohner statt, und die Sammelstellen befanden sich im Zentrum Hamburgs, hauptsächlich im Grindelviertel, am Bahnhof Dammtor und in der Hamburger Talmud-Tora-Schule (damals das jüdische Gemeindehaus).
Die Bevölkerung sah größtenteils weg, während einige Geschäftsleute heimlich Lebensmittel für die ersten Transporte spendeten. Öffentliche Proteste gab es nicht. Die meisten Bürger befürworteten die Deportationen und applaudierten sogar, als Juden in Lastwagen verladen und zum Bahnhof gebracht wurden. Das Eigentum der Deportierten wurde auf öffentlichen Auktionen schnell an Hamburger Bürger verkauft.
Die grausamen Seiten der Geschichte
Bemerkenswert ist, dass selbst nach dem Ende des NS-Regimes die Hamburger Beamten, die an den Deportationen beteiligt waren, nie vor Gericht gestellt wurden und in den meisten Fällen ihre Ämter behielten. Der Hannoveraner Bahnhof wurde 1955 abgerissen, wobei nur ein Teil der Plattform erhalten blieb. In der HafenCity befindet sich heute der Lohsepark, und seit 2017 gibt es dort eine Gedenkstätte, die an die Deportationen erinnert.
Der Zweite Weltkrieg brachte vielen Menschen nur Tod, Angst, Verzweiflung und Zerstörung. Diese grausamen Kapitel der Geschichte müssen in Erinnerung bleiben und an die kommenden Generationen weitergegeben werden, damit Kriege und Verfolgungen niemals wieder geschehen.