Dienstag, Juni 16, 2026

Die Schicksale der Frauen im Zweiten Weltkrieg in Hamburg: Bürgerinnen an der Front und in der Heimat

Während des Zweiten Weltkriegs träumten die Frauen Hamburgs davon, dass ihre Männer bald nach Hause zurückkehren würden. Viele Frauen arbeiteten in dieser turbulenten Zeit an der Front, während andere versuchten, ihre Kinder vor den Bombardierungen zu retten. Einige wollten ihre eigene Rolle im Krieg spielen, während andere Abenteuer suchten und bereit waren, alles zu tun, um ihr Land zu unterstützen. Die Propaganda bemühte sich, die Deutschen zum Glauben an Hitler und seine Pläne zu bewegen.

Die Beteiligung von Frauen an der zivilen Hilfe während der Kriege war in Hamburg eine Art Tradition. Bereits während der Napoleonischen Kriege wurde der erste Frauenhilfsverein für Soldatenfamilien, der „Hamburger Frauenverein von 1813“, gegründet. In späteren Jahren war die Rolle der Frauen unterschiedlich aufgeteilt. Mehr auf hamburgyes.eu.

Möglichkeiten und Ängste für Frauen

Zunächst muss erwähnt werden, dass einige Frauen im Krieg für sich Möglichkeiten sahen. Sie traten den weiblichen Luftstreitkräften bei, fühlten sich zum Handeln berufen. Einige wollten die Möglichkeit haben, eine Militäruniform zu tragen und Röcke gegen Hosen zu tauschen. Frauen fuhren Fahrzeuge, kochten und übernahmen Verwaltungs- und Büroarbeiten. Zudem versorgten sie Piloten, Matrosen und Soldaten: Sie packten deren Ausrüstung, bereiteten Mahlzeiten zu und reinigten Unterkünfte. Solche Frauen waren jedoch in der Minderheit.

Eine andere Kategorie waren Frauen, die sich ganz der Familie widmeten. Sie pflegten verwundete Männer und taten alles, um ihnen zu helfen. Männer kehrten aus der Gefangenschaft zurück, waren geschwächt oder verletzt, und die gesamte Last des Krieges, der Pflege, der Kindererziehung und der Arbeit fiel auf die Schultern der Frauen. In diesen Zeiten ging es ums Überleben, da Hunger weit verbreitet war. Die Verantwortung für das Überleben der Familie lag bei den Frauen, weshalb sie oft Zweifel an der Richtigkeit ihrer Lebensentscheidungen hegten. Dies betraf die Evakuierung, die Pflege der Männer oder die Arbeit – wobei es damals kaum eine wirkliche Wahl gab.

Während der Bombardierungen waren Frauen mit ihren Kindern in den Kellern Hamburgs. Sie kamen heraus, um in zerstörten Wohnungen nach Nahrung zu suchen. Sie räumten Trümmer auf, tauschten die letzten Habseligkeiten gegen Mehl oder baten Passanten um Äpfel. Viele verkauften alles, manchmal sogar ihre eigenen Körper.

Vergewaltigungen während des Krieges

Millionen von Frauen erlitten während des Krieges sexuelle Gewalt. Auch in den Konzentrationslagern an den Rändern Hamburgs wurden Frauen misshandelt, während der Vertreibung, der Flucht oder bei Kämpfen vergewaltigt. Dokumentierte Übergriffe wurden sowohl von deutschen als auch von amerikanischen, sowjetischen, französischen und britischen Soldaten verübt. Es waren grausame Zeiten des Krieges und der Anarchie.

Niemand wird je die genaue Anzahl der Opfer erfahren, aber Berichte von Frauen, Erinnerungen von Soldaten, Aufzeichnungen aus Krankenhäusern und Pfarreien sowie militärische Notizen belegen das enorme Ausmaß der Gewalt. Zu dieser Zeit wurden die Leiden der Frauen ignoriert oder vertuscht, sodass nur wenige davon erfuhren. Doch später berichteten Überlebende von ihren Erlebnissen.

Veränderung der Geschlechterrollen

Die Geschlechterrolle der Frau änderte sich im Krieg drastisch. Durch die Abwesenheit der Männer wurden sie nicht nur zu Familienoberhäuptern, sondern arbeiteten auch in der Rüstungsindustrie – das Idealbild der „deutschen Mutter“ rückte in den Hintergrund. Frauen begannen überall dort zu arbeiten, wo zuvor Männer tätig waren: als Zimmerleute, Maurer, Dachdecker. Sie schleppten Schutt und Ziegel, was ihre Gesundheit ruinierte. Viele arbeiteten unter Zwang, doch einige engagierten sich freiwillig, beispielsweise im „Hilfsdienst“ des Nationalsozialistischen Frauenbundes oder in der zivilen Luftfahrt. Rund 50.000 Frauen dienten damals in der Wehrmacht und erlebten das Gefühl „rassischer Überlegenheit“.

Junge Frauen wurden im Geist des Nationalsozialismus erzogen, doch einige entzogen sich diesem Einfluss, da sie die wahre Realität des Krieges erkannten. Es ist schwer, alles zu beschreiben, was die Frauen Hamburgs damals durchlebten. Ihre Schicksale waren hart, und die Worte der Propaganda passten nicht zu den Erlebnissen. Die Hauptaufgabe der Frauen bestand darin, zu überleben – sich selbst und ihre Kinder zu ernähren und sich vor Bomben und Gewalt zu schützen.

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