Samstag, Mai 30, 2026

Hans Eberhard Apel aus Hamburg und seine politische Laufbahn

Laut Parteikollegen hat Hans Apel viel für Deutschland und die Bundeswehr geleistet. Er galt als pragmatischer Hanseat mit großem Herzen. Bundestagspräsident Norbert Lammert beschrieb ihn als herausragenden Politiker und leidenschaftlichen Parlamentarier. Ein Vierteljahrhundert war Apel Mitglied des Bundestags und prägte maßgeblich die politische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland. Mehr auf hamburgyes.eu.

Ausbildung und Karriere

Hans Eberhard Apel wurde am 25. Februar 1932 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hamburg. 1961 promovierte er mit einer Dissertation zum Thema „Edwin Cannan und seine Schüler. Die Neoliberalen an der London School of Economics“.

Bereits während des Studiums begann seine politische Laufbahn. Von 1958 bis 1961 war Apel Sekretär der sozialistischen Fraktion im Europäischen Parlament.

1962 übernahm er die Leitung der Wirtschafts-, Finanz- und Transportabteilung des Europäischen Parlaments. 1993 wurde er zum Honorarprofessor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Rostock ernannt.

1955 trat Hans Eberhard Apel der SPD bei. Fast 20 Jahre (von 1970 bis 1988) war er Mitglied des Bundesvorstands der SPD, von 1986 bis 1988 gehörte er dem Präsidium der Partei an.

Von 1965 bis 1990 war Apel Mitglied des Deutschen Bundestags und vertrat den Wahlkreis Hamburg-Nord. 1969 wurde er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und führte diese nach den Wahlen 1983 als Fraktionsvorsitzender.

1972 wurde er zum Staatssekretär für Europafragen im Auswärtigen Amt ernannt. In der Regierung von Helmut Schmidt bekleidete er das Amt des Finanzministers. Nach einer Kabinettsumbildung wurde er Verteidigungsminister.

Nach dem Regierungswechsel 1982 unter Bundeskanzler Helmut Kohl verließ Apel das Kabinett. 1985 kandidierte er als SPD-Spitzenkandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. In der Wahl unterlag er dem CDU-Kandidaten Eberhard Diepgen.

Politiker und Autor

Neben seiner politischen Tätigkeit war Hans Eberhard Apel auch als Autor bekannt. 1990 veröffentlichte er sein Tagebuch „Der Abstieg“, in dem er offen und detailliert seine politische Arbeit in Bonn reflektierte.

In seinen letzten Lebensjahren setzte sich Apel intensiv mit religiösen Fragen auseinander. Er bekannte sich zum Protestantismus und verfasste das Buch „Volkskirche ohne Volk“, in dem er die Modernisierung der Evangelischen Kirche scharf kritisierte. Für dieses Werk erhielt er den Walter-Künneth-Preis der konservativen lutherischen Organisation Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern. Später trat Apel aus der Nordelbischen Evangelischen Kirche aus und schloss sich der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche an.

In seiner Freizeit hörte Hans Apel gerne Musik, widmete sich der Gartenarbeit und dem Segelsport. Zudem war er ein begeisterter Fan des FC St. Pauli.

Hans Eberhard Apel verstarb im Jahr 2011. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel würdigte ihn als eine prägende Persönlichkeit der Sozialdemokratie. Während seiner politischen Laufbahn hatte Apel erheblichen Einfluss auf verschiedene politische Bereiche. Unter seiner Mitwirkung entwickelte sich Deutschland zu einer wirtschaftlich starken Nation mit hoher Lebensqualität und sozialer Gerechtigkeit.

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