Montag, Mai 25, 2026

Über den Bürgermeister von Hamburg, Hans-Ulrich Klose

Hamburg ist eine große, schöne und geschichtsträchtige Stadt. Ihre Führer haben in allen historischen Epochen versucht, das Leben der Einwohner der Metropole zu verbessern. Natürlich gab es Beschwerden von Menschen und verschiedenen politischen Akteuren, aber insgesamt hat sich die Stadt weiterentwickelt und weltweite Bekanntheit erlangt.

Über die großen Persönlichkeiten Hamburgs kann man lange sprechen. Einer der bekanntesten Stadtoberhäupter war Hans-Ulrich Klose. Er war von 1974 bis 1981 Regierungschef in Hamburg und etablierte sich später im Bundestag als Fraktionsvorsitzender und erfahrener Politiker. Lesen Sie mehr unter hamburgyes.eu.

Der Weg zur Anerkennung

Hans-Ulrich Klose wurde 1937 in Breslau geboren und zog 1947 nach Bielefeld. Nach der Schule entschied er sich für ein Jurastudium. 1963 wurde ihm an der Universität Köln der Doktortitel der Rechtswissenschaften verliehen, basierend auf seiner Dissertation über die Rechtsbeziehungen zwischen Staat und evangelischen Kirchen in Hessen.

Er arbeitete als Staatsanwalt und machte schnell Karriere in der Hamburger Verwaltung. Im Alter von 37 Jahren wurde er Bürgermeister der Stadt und damit der jüngste Regierungschef eines Bundeslandes. Erwähnenswert ist, dass er keinen Wehrdienst ableisten musste, aber dennoch freiwillig fünf Monate in Hamburg diente, bevor er in den Reserveleutnantstand versetzt wurde.

Er war bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages und vertrat 30 Jahre lang den Wahlkreis Harburg. 1991 wurde er Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, trat jedoch 1994 von diesem Posten zugunsten von Rudolf Scharping zurück.

Bürgermeisteramt in Hamburg und politische Tätigkeit

Als Hans-Ulrich Klose 1974 das Amt des Bürgermeisters von Hamburg übernahm, begann er mit einer strikten Sparpolitik. Er kritisierte extremistische Entscheidungen und setzte sich für den Ausstieg Hamburgs aus der Atomenergie ein. Das Kernkraftwerk Brokdorf, das sich 70 Kilometer entfernt in Schleswig-Holstein befindet, war ein zentraler Streitpunkt. Da ihn jedoch Vertreter der SPD nicht unterstützten, trat er 1981 als Bürgermeister zurück. Den Hamburgern hinterließ er den Rathausmarkt in seiner heutigen Form.

Weitere politische Laufbahn

Von 1986 bis 1989 war Klose Vorsitzender des „Bundesverbands zur Förderung des genossenschaftlichen Gedankens“. Zudem war er Mitglied des Präsidiums und seit 2013 Ehrenmitglied der „Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik“. Er engagierte sich auch im Beirat der „Atlantischen Initiative“ und nahm an interkulturellen Treffen des „Kuratoriums der AFS“ teil, der ältesten deutschen Organisation für Schüleraustausch.

Seit 1998 war Klose auf Bundesebene in der Außen- und Sicherheitspolitik tätig und leitete den Auswärtigen Ausschuss. 2010 koordinierte er die transatlantische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt. Aus familiären Gründen trat er 2011 vorzeitig von seinem Amt zurück.

Neben seiner politischen Arbeit hatte Klose auch persönliche Interessen. Er begeisterte sich für Malerei und Poesie – beides war ein wichtiger Teil seines Lebens.

Der Tod von Hans-Ulrich Klose

Am 6. September 2023 verstarb Hans-Ulrich Klose im Alter von 86 Jahren friedlich in seinem Zuhause. Nach Angaben seiner Frau Ann Steinbeck-Klose litt er in den letzten Jahren an Alzheimer. Nach seinem Tod schrieb Bundeskanzler Olaf Scholz, dass Klose stets eine klare Haltung gezeigt habe und sich niemals politischen Auseinandersetzungen entzogen habe. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas nannte Klose einen außergewöhnlichen Mann mit Weitblick.

Eine interessante Tatsache über den Politiker ist, dass er 1981 Ehrenbürger von Lima wurde. Er lehnte das Bundesverdienstkreuz ab, da es ihm gemäß einer Hamburger Senatsentscheidung aus dem Jahr 1963 als ehemaligem Senator nicht verliehen werden konnte.

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