Dienstag, Juni 16, 2026

Die politische Partei Hamburgs – „Bündnis 90/Die Grünen Hamburg“

Im politischen Leben Hamburgs gibt es mehrere einflussreiche Parteien, die sich für eine bessere Lebensqualität der Menschen einsetzen. Eine davon ist die Partei „Bündnis 90/Die Grünen Hamburg“, auch bekannt als „Die Grünen“. Sie ist der Landesverband Hamburg, der Bürger der Stadt vereint. Die Partei arbeitet an der Entwicklung politischer Prioritäten und Positionen, führt Wahlkampagnen durch und wählt Personal für öffentliche Ämter und Mandate aus.

Die Arbeit der Partei spielt eine wichtige Rolle für die Stadt und konzentriert sich auf Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und Stadtentwicklung. Sie prägt das Gesicht der Stadt seit Jahrzehnten. Mehr dazu auf hamburgyes.eu.

Historische Entwicklung

Ende der 1970er Jahre stiegen die Ölpreise, was zu einer schweren Wirtschaftskrise in Deutschland führte. Es gab zahlreiche Proteste, Diskriminierungen gegenüber der LGBT-Community, Migranten und Frauen. Zudem befand sich Europa in einer Phase der nuklearen Aufrüstung. Aus diesen Protestbewegungen entstand die grüne Bewegung, da Aktivisten gegen die Atompolitik und andere soziale Missstände kämpften.

Die Grünen argumentierten, dass die natürlichen Ressourcen begrenzt seien und daher ein soziales und ökologisches Umdenken erforderlich sei. Damals waren Aktivisten mit solchen Ideen jedoch oft isoliert, wurden verlacht und kritisiert. Dennoch setzten sie sich trotz starker Gegner für ihre Ideale ein. Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten kamen zusammen, um eine neue politische Alternative zu schaffen. Dazu gehörten Mitglieder von Umweltgruppen, der Friedensbewegung, Anti-Atomkraft-Initiativen, Dritte-Welt-Gruppen und Frauenbewegungen. So wurden 1980 die „Grünen“ gegründet.

1982 zogen Vertreter der „Grünen“ erstmals in das Hamburger Parlament ein, was den Beginn ihrer aktiven Arbeit in der Metropole markierte. Bis 2012 existierte der Hamburger Parteizweig unter dem Namen „Grün-Alternative Liste“. In diesem Jahr wurde die Umbenennung in „Bündnis 90/Die Grünen Hamburg“ beschlossen.

Einfluss der Partei und Wahlen

Am 29. November 2014 stellte die Partei ihre Wahlliste für die Wahlen 2015 auf, angeführt von Katharina Fegebank und Jens Kerstan. Die Grünen erhielten 12,3 % der Stimmen und nahmen Koalitionsgespräche mit der SPD auf. Am 15. April 2015 wurde der rot-grüne Senat vereidigt, wobei drei Senatoren der Grünen ernannt wurden. Katharina Fegebank wurde Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Jens Kerstan übernahm das Ressort Umwelt und Energie, während Till Steffen zum Justizsenator wurde.

Neben der Unterstützung der Olympischen Sommerspiele 2024 enthielt der Koalitionsvertrag Projekte wie die Begrünung des Hafens und der Elbe sowie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Auch wenn die Zukunft des Kohlekraftwerks Moorburg nicht explizit im Vertrag geregelt wurde, wurde das Kraftwerk als Ersatz für das veraltete Heizkraftwerk Wedel aus dem Betrieb genommen.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Grüne Regierung Hamburg in eine „Fahrradstadt“ verwandelte. Die Koalitionsvereinbarung mit der SPD umfasste neben der Gründung eines „Fahrradbündnisses“ auch die Erhöhung des Fahrradverkehrsanteils auf 25 % in den 2020er Jahren. Bei den Bezirksversammlungswahlen im Mai 2019 erhielten die Grünen 31,3 % der Stimmen in ganz Hamburg und wurden erstmals die stärkste Partei Deutschlands in vier Hamburger Bezirken: Hamburg-Mitte, Altona, Hamburg-Nord und Eimsbüttel.

Aktuelle Arbeit

Bei den Hamburger Bürgerschaftswahlen 2020 erhielten die Grünen 24,2 % der Stimmen, was ihnen 33 Sitze im Parlament einbrachte und sie zur zweitstärksten Fraktion nach der SPD machte. Bei den Bezirkswahlen 2024 musste die Partei Verluste hinnehmen und behielt die Führung nur in drei Stadtteilen.

Die Grünen setzen sich weiterhin für ihre programmatischen Ziele ein, die auf Umweltverbesserungen, Verkehrspolitik und soziale Gerechtigkeit in Hamburg abzielen.

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